Hurzelfeld

Hier kommt jeder auf seine Kosten!

Geschichte

Inhalt:

Stadtgründung

oder: Wie Hurzelfeld zu seinem Namen kam

Die Geschichte Hurzelfelds ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Vor allem ist es erstaunlich, wie oft schon das kleine Wort "Hurz!" fehlinterpretiert wurde. Haufig wird behauptet, dass es sich dabei um eine Beleidigung, eines Ausdruck der Überraschung oder der Aufforderung der Prostitution nachzugehen handelt. Doch das sind alles nur Legenden, die man gerne Touristen erzählt.

Die überlieferten Aufzeichnungen sind etwas ungenau und nur schwer zu entziffern, da der damals zuständige Archivar von fragwürdigem Ruf war und außerdem eine ganz schöne Sauklaue hatte. Wenn wir ihm aber Glauben schenken, dann spielte sich die Stadtgründung Hurzelfelds in etwa folgendermaßen ab:

Altes Foto von Mann neben einer Kuh Die Stadtgründung lässt sich auf einen Mann zurückführen, der als Herr Bert Herbert im Jahr 1911 geboren wurde. Dessen Vater war sehr streng und bestand darauf, von seinem eigenen Sohn mit "Herr Vati" angeredet zu werden. Als der Vater im Jahre 1940 starb, hinterließ er Bert ein Pferd, das dieser der Einfachheit halber "Herr Vatis Pferd" nannte. Die beiden ritten dem Sonnenaufgang entgegen, sind dann aber am Mittag, als die Sonne im Zenit stand, falsch abgebogen und landeten irgendwann am (und beinahe im) Meer. Weil ihm der Anblick sehr zusagte, baute Bert für sich und seinem treuen Ross an jener Stelle eine schlichte Holzhütte mit seitlichem Meerblick. Eine Woche später, musste er noch mal nach Potopia, weil er seine Brieftasche dort hat liegen lassen. Dabei erzählte er allen Menschen die er traf, dass er jetzt sehr glücklich in einer schicken Hütte am Meer wohne und sein Leben als Einsiedler sehr genießt.

Leider hat er auch seinen ehemaligen Nachbarn davon erzählt, darunter auch Karen und Atomfried Übergesicht. Sie haben den eigenbrötlerischen Bert zwar immer belächelt, aber waren nun der Meinung, dass ihnen eine einsame Hütte am Strand ebenfalls sehr gut gefallen könnte. Andere liessen sich von der Aussicht auf eine abgelegenes Haus am Meer ebenfals schneller anstecken, als dem Einsiedler lieb war. Noch bevor sich rumsprach, dass es mit der Einsamkeit vorbei ist, hatte Bert bereits 5.000 neue Nachbarn.

Ein Jahr später hat ein findiger Beamte namens Johan Honk davon Wind bekommen und musste feststellen, dass es sich hier mittlerweile um eine recht stattliche Siedlung von Kleinstadtgröße handelte - und das obwohl sie gar nicht im Städteregister eingetragen war. Um sich ein genaueres Bild von der Sache machen zu können, wurde er an Bert verwiesen. Herr Honk fragte ihn schließlich, "aus wessen Mist das hier alles gewachsen sei" und gestikulierte wild um sich. Bert, der nicht die hellste Kirsche auf der Torte war, dachte, dass die Frage wohl auf die Besitzverhältnisse seines Mist produzierenden Pferdes abzielte. So erklärte er, dass dies "Herr Vatis Pferd" sei. Da der Beamte eine sehr schlechte Handschrift hatte (er war Arztsohn), kritzelte er als Namen "Hrvatisferd" in sein Protokoll. Darunter setzte Bert er seinen Initialen "H. P." (H steht für den Herbert. Und um anonym zu bleiben, hat er spontan das B seines Vornamens durch ein P ersetzt). Die Sache hatte sich damit für ihn erledigt und Herr Honk fuhr wieder zurück nach Potopia in seine Amtsstube, um die neue Siedlung in das Register einzutragen.

Als seine Sekretärin das handschriftliche Protokoll abtippen sollte, hielt sie das "v" in "Hrvatisferd" für ein "u" - und überhaupt ergab das Wort als Name für einen Person die ein Stadtgründer sein soll, ihrer Meinung nach recht wenig Sinn. Es musste sich also um den Namen der Stadt handeln. Aber die könne ja schlecht auf "Ferd" bzw. "Pferd" enden, da das im Gegensatz zu "Feld" keine Ortsbezeichnung sei. So "korrigierte" sie die Schreibweise nach eigenem Ermessen. Ohne die Abschrift noch mal zu überprüfen, ließ Herr Honk die neue Siedlung formal in das Städtegister eintragen. Und so wurde aus dem "Pferd de Herrn Vati" schließlich die Stadt "Hurzelfeld".

Möglicherweise hieß der erste Bürgermeister und Stadtgründer auch einfach nur "Hvrzl" und stammt aus Kling und hat hier Getreide angebaut. Es gibt da widersprüchliche Aussagen (wie gesagt: fragwürdiger Archivar mit Sauklaue).

Aber Bleiben wir beim Wesentlichen: Hurzelfeld ist nicht sehr alt, hat einen komischen Namen, Sonnenauf- und/oder Untergänge und liegt am Meer.

Berühmte Hurzelfelder

Ein Teller grüne Brechbohnen (ungebrochen) als Ölgemälde Einer der bekanntesten und wichtigsten Persönlichkeiten, die Hurzelfeld hervor brachte ist der Malermeister Joachim Mahlzeit, Jahrgang 1968. Seine Gemälde von gemahlenen Bohnen sind in Hurzelfeld nur noch zu besichtigen und nicht mehr zu erwerben, da Mahlzeit damit ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung seiner Kunst setzen möchte.

Diejenigen wenigen, die sich glücklich schätzen können noch einen "Original Mahlzeit" ihr eigen nennen zu können, möchten so ein Stück Kultur nur ungerne wieder her geben.

Alle anderen können die Mahlzeit-Ausstellung in der Hurzelfelder-Gemäldegalerie besuchen. Der Eintritt kostet 5 Öcken (ermäßigt: 4,99 Öcken). Gemahlene Bohnen gibt es im Besuchershop ab 23 Öcken pro Kilogramm.